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> SHE THINKS OUTSIDE THE BOX

 

Die Interkulturelle Medienwerkstatt Pangea bietet seit 2001 Angebote im Bereich der niedrigschwelligen Medienkompetenzvermittlung die sich besonders an Jugendliche mit migrantischem Hintergrund (junge Asyl-werberInnen, Jugendliche der 2. Generation) wenden.

Obwohl uns von Anfang an die Förderung von Mädchen und Frauen eine wichtige Leitlinie bei allen Angeboten war, waren auch 2005 nur 12 Prozent der neu registrierten NutzerInnen weiblich. Dies obwohl versucht wurde, mit der Einrichtung eines "Girl's day", an dem die gesamte Medienwerkstatt weiblichen Nutzerinnen vorbehalten bleibt und auch Betreuerinnen zur Verfügung stehen.

"She thinks outside the box" versucht dies zu ändern: Die Angebote von Pangea, die sich speziell an Mädchen und Frauen wenden, sollen evaluiert, und komplett überarbeitet/ ergänzt werden. Durch die Hinzuziehung externer Beraterinnen sollen neue Konzepte einer frauen- und mädchenadäquaten Medienkompetzenzvermittlung erstellt werden.

 

FRAGEN DIE DABEI GEKLÄRT WERDEN SOLLEN

Wie sind die geschlechterspezifischen Maßnahmen in Pangea bis jetzt zu bewerten?

Wie kann auf die Herausforderungen reagiert werden, die entstehen, wenn - in unserer Gesellschaft, aber auch in vielen anderen - eher als männlich definierte Bereiche wie Medien, Internet, Informations- und Kommunikationstechnologien allgemein, Mädchen und Frauen aus anderen Kulturen nähergebracht werden sollen? "The box" als Chiffre für die bloßen technologischen Artefakte, die oft als ein Synonym für die mediennutzung gesehen werden, auch wenn sie bloß deren äußere Verkörperung sind.

Welche "best practice"-Modelle gibt es in diesem Feld, welche wären auf unsere speziellen Verhältnisse übertragbar?

Anhand dieser Eckpunkte soll ein Konzept erstellt werden, welche neuen Ansätze geschlechterspezifischer Förderung implementiert werden könnten. Dabei soll die Hinzuziehung neuer Personen ebenso wichtig sein, wie die Generierung neuer Ideen: "Thinking outside the box" als eine Erschließung neuer personeller wie konzeptioneller Ressourcen, jenseits eingefahrener Bahnen des Alltagsbetriebs.

Mit welchen Medien durch die Mädchen gearbeitet wird, wird hier bewusst nicht definiert - das wird anhand der Bedürfnisse entschieden. Möglich im Rahmen der Medienwerkstatt sind unterschiedliche Internetanwendungen, Video, Foto, Radio, aber auch inhaltliche Diskussionsrunden etc.

 

PROJEKTABLAUF

1. Recherche zum Thema bei genderpolitischen und frauenpolitischen
Organisationen im Kultur- und Medienbereich (z.B. FIFTITU%, MAIZ, Vereine Begegnung, Echo Wien etc.) mit dem Ziel, erste neue Ideen für den Mädchentag zu entwickeln

2. Ausschreibung eines Auftrags für die Erstellung eines Konzepts und die anfängliche Implementierung durch eine oder mehrere Frauen. Auswahl der Frau.

3. Zielfindungstage: An 2 Seminar-Tagen wird mit Hilfe einer Moderatorin durch die neue Mitarbeiterin, die bisherigen MitarbeiterInnen und kompetenten externen ExpertInnen am Konzept gearbeitet.

4. Die neue Mitarbeiterin wird auf Basis der vorherigen Schritte beauftragt, nicht nur ein Konzept zu erstellen, sondern auch in der Organisation (also im Verein Pangea, der interkulturellen Medienwerkstatt) erste Schritte zu dessen Implementierung zu beginnen, sodaß - auch nach ihrer Intervention - diese Maßnahmen institutionalisiert bleiben. Es wird angestrebt, etwa die Hälfte der Mittel für die Konzepterstellung und die andere Hälfte für die anfängliche Implementierung zu verwenden.

5. Im Zuge dieser Maßnahmen soll nicht nur "nach innen", sondern auch "nach außen" ("outside the box") gearbeitet werden, darum soll ein kleiner Teil des Budgets auch für Werbemaßnahmen zur Bewerbung dieser neuen Maßnahmen in der Zielgruppe der Mädchen aus anderen Kulturkreisen reserviert bleiben)

 

ZEITPLAN

Start im März 2006
Abschluss der hier beschriebenen Projektphase / vollständige Implementierung

Ende Februar 2006

 

Konzept: Ralph Aichinger